Sonne, radeln, Sonnenschein – was kann schöner sein?

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Zu Beginn muss ich korrigieren, dass wir aus terminlichen Gründen erst am Sonntag und nicht wie hier erwähnt am Samstag fuhren. Also, an diesem Sonntag, dem 25.04.10, fuhr ich mit einer sehr internationalen (Indien, Italien, Frankreich, Peru, Deutschland) Gruppe per Fahrrad vom Bahnhof Potsdam nach Werder. Wir trafen uns um 10 Uhr, ausgerüstet mit Rädern und Verpflegung. Das Wetter war super: Sonne satt und sommerliche Temperatur. Ich hatte seit langem nicht mehr auf dem Sattel gesessen und fragte mich, ob mein Hintern die Hin- und Rückreise überstehen würde.

Nachdem alle Teilnehmer versammelt waren, fuhren wir los, vorbei an Läufern des RBB-Laufs. Es folgte eine kleine Tour durch Potsdam. An einigen Stellen hielten wir an und Marion hielt einige kleine und kurze Referate (Holländer Viertel, die russische Kolonie Alexandrowska). Den nächsten Halt machten wir bei der Orangerie und schossen ein paar Gruppenbilder. Es ging weiter, an urst vielen Touristen vorbei, zum Park Sanssouci. Dort stoppten wir und setzten uns auf die Wiese zu einem Picknick. Es gab alles, was müde Radler brauchen. Die Pause könnte etwas mehr als eine Stunde gedauert haben, ich weiß es nicht, ich sah nicht auf die Uhr.

Eine letzte Pause machten wir am Neuen Palais – Pinkelpause und nochmals Gruppenfoto. Die Sonne schien weiter, ohne Pause. Manche weiße Haut zeigte bereits rote Stellen…

Nun ging es ohne weitere Unterbrechung Richtung Werder über Feldweg und Straßen. Dann ein Hindernis: eine Eisenbahnbrücke über die Havel. Unsere Räder mussten wir über die Stufen nach oben und auf der anderen Seite wieder herunter tragen. Auf der anderen Flußseite ragte bereits das Riesenrad in Werder in den Himmel. Letzte Etappe der Hinfahrt.

Die Räder wurden angeschlossen und zu Fuß liefen wir Richtung Riesenrad. Je näher wir ihm kamen, desto geringer wurde der Platz, der einem zur Verfügung stand. Es wurde richtig voll. Am Riesenrad holten wir Ulli ab, die mit dem Zug gefahren war und schon auf uns wartete – ja das Picknick dauerte länger als in der Planung vorgesehen. Wir kauften 3 Flaschen Wein (schwarze Johannesbeere, Holunder, Erdbeere) und setzten uns damit in den Schatten am Wasser. Schmeckte gut.

Wir saßen noch nicht lange, da traf ich Kristin, die mit auch einer Gruppe unterwegs war, allerdings per Zug angereist kam. Ihre Begleiter hatten offenbar schon ausgiebig den hiesigen Erzeugnissen gehuldigt. Nach einem kurzen Plausch – und Sonnencreme für mich, leider schon zu spät dafür – trennten sich dann unsere Wege.

Meine Reisegruppe leerte die drei Flaschen, dann beschlossen wir, nach „oben“ zu einem der Gärten zu gehen. Also wieder durch die Menschenmasse. Zwei aus unserer Gruppe verabschiedeten sich vorzeitig, da sie für den Abend noch Verabredungen in Berlin hatten. Oben kauften wir an einem Stand weiteren Wein, ich entschied mich für einen Liter Ananaswein, und nahmen in einem der Gärten Platz. Mit wunderbaren Ausblick auf die Havel. Sehr angenehm. Entspannend.

Wir wollten nicht in der Dunkelheit nach Hause und machten uns an frühen Abend auf den Heimweg. – Es wäre keine richtige Radtour gewesen, wenn ich mich nicht hingelegt hätte, doch glücklicherweise nahm ich eine abschüssige Kurve zu eng und nahm Kontakt mit dem Erdboden auf. Also alles in Ordnung.

Kurz vor Potsdam hielten wir auf einen Scheidebecher an einer Strandbar, die Murmeln als Pfandmarken ausgab. Der Mond schien nun immer heller, da das Tageslicht immer weniger wurde.

Wieder am Bahnhof bestiegen wir die S-Bahn und fuhren nach Hause, wo ich mir sofort kühlende Creme auf meinen Sonnenbrand schmierte. Ich denke, ich war nicht der Einzige, der dies tat…

Die Radtour hat Spaß gemacht, die ca. 40 km, die wir geradelt waren, habe ich durchgestanden. Selbst mein Hinterteil tat mir erst wenige Minuten vor der Haustür weh. Vorausgesetzt es ist mir möglich, bin ich im nächsten Jahr wieder dabei!