Die SpreeAG hat auf der Leipziger Buchmesse gerockt!
(Ein Bericht über unsere Lesung auf der Leipziger Buchmesse am 20.03.10)
Die Reise begann um 9:00 Uhr, aufgestanden war ich schon um sieben. Alexander Engel fuhr mit dem Wagen, und wir trafen uns am S-Bhf. Charlottenburg. Mit uns beiden im Auto saßen Sabine, seine Freundin, und Kathrin Rothgänger. Nach einem Kaffe aus dem Voltaire starteten wir Richtung Autobahn. Melanie Kieroth machte sich per Zug nach Leipzig auf.
Das einzige Problem auf unserer Fahrt nach Leipzig war das Wetter. Es regnete fast den gesamten Weg dorthin, aber unserer Fahrer Alex machte einen hervorragenden Job, selbst unter schlechten Sichtbedingungen. Die Musik aus dem CD-Spieler passte ausgezeichnet zu einem verregneten Samstagmorgen: Lambchop.
Den einzigen Stau hatten wir, als wir auf den Parkplatz des Messegeländes auffuhren, obwohl Parkplatz nicht das richtige Wort ist, es war mehr eine Wiese. Ankunftszeit: 11:30. Nach einem kleinen Fußmarsch betraten wir über den Osteingang das Messegelände (Eintritt 11,50 EUR / ermäßigt 9 EUR) und machten uns erstmal auf den Weg zur Halle 3, dem Stand von BEST-Sabel.
Falko Mieth, der dortige Dozent für Grafikdesign und ein langer Partner unseres Vereins (u.a. Gestaltung WILDBROT-WORTBILD) begrüßte uns. Wir stellten unsere Sachen bei ihm unter und liefen vor der Lesung mal kurz durch alle Hallen. Was für ein Gedränge und Geschubse! [Das brachte mich auf die Idee, euch an dieser Stelle bald meine „Strategien für das Laufen in der Menge“ zu präsentieren…]
Unsere größte Sorge galt Melanie, die per Kurzmitteilung mitgeteilt hatte, dass ihr Zug in einem kleinen Ort, dessen Namen ich noch nie gehört hatte, liegen geblieben war. Die Lok war Schuld. Sie war dann auf einen ICE umgestiegen. Sie kam dennoch rechtzeitig – ca. 30 min. vor Lesungsbeginn – und brachte Matthias mit.
Zusammen mit ihr und Alex sprach ich kurz die Lesereihenfolge ab: immer abwechselnd. Melanie sollte nach meiner Anmoderation beginnen, dann Alex, dann ich, dann wieder von vorn. Insgesamt hatte jeder vier Fenster zu füllen.
Kurz vor 14 Uhr gingen wir rüber zur Leseinsel (Halle 3, Stand G500) und nahmen unsere Plätze ein. Pünktlich zu Lesungsbeginn begrüßte ich kurz die anwesenden Zuhörer, stellte uns vor und übergab.
Meine Bewertung der Lesung: Unser Auftritt auf der Buchmesse war auch in diesem Jahr ein sehr guter. Die meisten Besucher blieben tatsächlich über die gesamte Zeit auf ihren Plätzen sitzen und auch unter den Vorbeilaufenden blieben einige länger als zwei Minuten stehen.
Was uns von anderen auf der Messe unterscheidet, ist, dass wir nicht über Literatur oder ein Produkt auf der Bühne reden, sondern Texte sprechen lassen. Wir nehmen uns selbst zurück und lassen Taten sprechen. Eine angenehme Abwechslung zu den vielen, die dort einfach nur quatschen und verkaufen wollen, denke ich.
Nach der Lesung saßen wir noch am Stand von BEST-Sabel und unterhielten uns bei Kaffee und Gummitierchen. Mit Falko Mieth sprachen wir kurz über WILDBROT-WORTBILD 4, unser nächstes gemeinsames Projekt. Darüber hinaus räumte er uns die Möglichkeit ein, im nächsten Jahr auf der Buchmesse jeden Tag dabeizusein, um Produkte der SpreeAG selbst verkaufen zu können, plus obligatorische Lesung an einem Tag. Eine tolle Möglichkeit! Wie wir das dann regeln werden, werden wir noch sehen, wenn es soweit ist.
Kurz nach 16 Uhr machte sich die Reisegruppe, die am Morgen vom S-Bhf. Charlottenburg aufgebrochen war, auf den Rückweg. Ohne Stau und Regen erreichten wir kurz vor sechs den Ausgangspunkt unserer Reise in Berlin. Müde, aber zufrieden. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!
Euer Mark
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hier meine Moderationsnotizen
Willkommen meine Damen und Herren,
Wir drei repräsentieren die SpreeAG – Verein für Literatur e.V. als Gäste von BEST-Sabel, mit denen wir schon seit 2006 eng zusammenarbeiten und die u.a. unsere Literaturzeitschrift WILDBROT-WORTBILD graphisch gestalten. Als neuestes gemeinsames Projekt wurde „Handverlesen“ abgeschlossen. Texte der SpreeAG wurden von Schülern per Hand gesetzt und auf hochwertigem Papier gedruckt.
Die SpreeAG gibt es mittlerweile seit 5 Jahren. Wir sind angereist aus Berlin und dort befindet sich auch das Basislager unseres Vereins. Im Internet finden Sie uns unter www.SpreeAG.de
Das ist Melanie Kieroth, die nicht nur großartige Prosa schreibt, sondern auch als Puppenspielerin gebucht werden kann. Sprechen Sie sie ruhig darauf nach unserer Lesung an.
Das ist Alexander Engel, sozusagen ein Engel auf Erden, dessen feiner Humor in seinen Geschichten mich jedes Mal neidisch macht – ich wünschte ich könnte das auch. Schauen Sie ruhig mal auf seine Internetseite: www.engels-gedanken.de
Mein Name ist Mark Weber. Ich bin Dichter.
Und wir drei sind heute hier, um Sie zu unterhalten,
mit unseren Texten, neuen und alten,
ein wenig Ernst und ein paar Späßchen.
Sie alle beweisen ein feines Näschen
grade jetzt hier zu sein,
denn ohne Sie säßen wir hier ganz allein
und was wäre eine Lesung ohne Publikum?
Sie sind das beste Publikum auf dieser Erden –
das wir heute haben werden,
deshalb seien Sie ganz Ohr,
denn wir haben einiges vor…
Den Anfang macht Melanie Kieroth.